Projekte

Gerne stellen wir auch Ihre Projekte vor, die für MuseumspädagogInnen interssant sind. Bitte schicken Sie uns Ihre Vorschläge (gerne auch mit Fotos) zu.

Kontakt: Dorothée Henschel M.A. Email: dorothee.henschel@trier.de


Das Archiv finden Sie hier!



Wenn im Museum Gedichte entstehen: Der Schüler-Dichterwettbewerb im Rheinische Landesmuseum Trier
Unter dem Motto "Dichter mit Klasse gesucht" ruft "lyrix" seit dem Jahr 2008 Schülerinnen und Schüler zum Schreiben von Gedichten auf. In zweimonatigem Rhythmus werden neue Mottos und Leitgedichte vorgestellt, die der Lyrik als Inspiration dienen sollen. Seit dem Jahr 2011 beteiligt sich an dem Projekt jeweils ein Partnermuseum mit passenden Exponaten. Zusammen mit Anne Kurtze vom Landesmuseum Trier legten Malte Blümke und Horst Schädlich vom Deutschen Philologenverband das Thema fest: "Unsterbliche Liebe" lautet es vom 1. September bis 31. Oktober 2011. Leitgedichte sind „meine liebe“ von Nevfel Cumart und „Lethe“ von C.F. Meyer.
„lyrix“ ist ein Projekt von Deutschlandfunk und Deutschem Philologenverband. An dem Wettbewerb können alle Schülerinnen und Schüler der 5. bis 13. Klasse mit einem selbst geschriebenen, bisher nicht veröffentlichten Gedicht in deutscher Sprache zum aktuellen Leitthema teilnehmen. Die besten Gedichte werden von Deutschland Radio veröffentlicht und im Landesmuseum ausgestellt, die Preisträger erhalten die Chance, als Jahresgewinner an einem professionellen Lyrik-Workshop in Berlin 2012 teilzunehmen.

Das Landesmuseum ist am 20. September Schauplatz des zentralen Dichterworkshops mit dem Autor Nefvel Cumart. Darüber hinaus können dort Führungen zum Thema "Unsterbliche Liebe" stattfinden, auf Wunsch mit einer Schreibwerkstatt oder dem Besuch des medialen Raumtheaters "Im Reich der Schatten" kombiniert. Für Lehrer steht zum "lyrix"-Leitmotiv eine Unterrichtseinheit zur Verfügung.

Weitere Informationen/Links: www.landesmuseum-trier.de oder http://www.landesmuseum-trier.de/de/home/fuehrungen/lyrix.html

Bildnachweis:
Zwei der römischen Museumsexponate, die zum Thema "Unsterbliche Liebe" eine Rolle spielen: Das Grabdenkmal des Albinius Asper und seiner Frau Secundia Restituta sowie die Marmorfigur eines schlafenden Amor. Fotos: Rheinisches Landesmuseum Trier, Th. Zühmer.








Kinder zum Olymp: Theaterprojekt im Landesmuseum Trier in Berlin prämiert

Montag, 21 September 2009, Konzerthaus von Berlin: Rita Simon und Tobias Steinmetz nehmen strahlend die Urkunde entgegen. Stellvertretend für ihre ganze Theatergruppe stehen sie auf der Bühne des Konzerthauses Berlin. Sie sind zur Preisverleihung in die Hauptstadt gereist, nachdem sich ihr Performance-Projekt „Bilder machen Leute“ im bundesweiten Wettbewerb „KINDER ZUM OLYMP!“ in der Sparte „Theater“ zu einem der vorbildlichsten Kooperationsprojekte zwischen Schulen, Künstlern und Kultureinrichtungen in ganz Deutschland ausgewählt wurde - als einziges Projekt aus Rheinland-Pfalz und als einzige Kooperation zwischen Schule und Museum im gesamten Wettbewerb.
Das Theater-Projekt entstand 2008 im Rahmen der Foto-Ausstellung „Bilder machen Leute“ im Rheinischen Landesmuseum Trier. Die Schüler der Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung entwarfen selbständig Theatersequenzen zu Bildern der Ausstellung und zeigten darin ihre eigene Sicht auf die Fotografien und das Ausstellungsthema. Sieben Schüler des Schattentheaters der Levana-Schule Schweich waren an dem Projekt beteiligt, unterstützt vom Spielleiter Carlos Malmedy und weiteren Lehrkräften sowie der Museumspädagogin des Landesmuseums Anne Kurtze. In zwei Performances konnten die Besucher die Ausstellung auf eine neue Weise erleben. Das Ergebnis war eine ungewöhnliche, interaktive Ausstellungsführung ohne Worte mit Pantomime, Maskenspiel, Schattentheater und Videoeinspielungen.
In der Begründung der Fachjury wird der innovative Vermittlungsansatz des Projektes und das Engagement der Schüler gelobt. Dort heißt es unter anderem: “Die künstlerischen Arbeiten/ Kommentare der Schüler eröffnen neue, verblüffende Sehweisen auf einzelne Bilder der Ausstellung. Großes Lob der Jury für eine kleine, feine, anspruchsvolle Interpretation einer Ausstellung, die es schafft, neuen Formen von Kunstvermittlung in zweifacher Form zu entsprechen: Der Besucher
lernt sehen mittels der Performance der Schüler.“

Weitere Informationen/Links: www.landesmuseum-trier.de oder http://www.landesmuseum-trier.de/de/home/fuehrungen/kinder-zum-olymp.html

Abbildungen:
Rita Simon und Tobias Steinmetz nehmen die Urkunde entgegen
Foto: Mathias Marx, Kulturstiftung der Länder
Die Aufführung der prämierten Performance im Landesmuseum
Foto: Anke Emmerling







Museum für Mode & Tracht, Nohfelden

Das Museum für Mode & Tracht beschäftigt sich als einziges Museum im Saarland mit Kleidung und Kleidungsgewohnheiten unserer Vorfahren. Es sammelt, dokumentiert und präsentiert diese Kleidung.
Das Museum befindet sich in Nohfelden im Alten Amtshaus direkt bei der Burg Nohfelden und dem Rathaus.
In der ständigen Ausstellung werden die Entwicklung der Unterwäsche, festlicher Kleidung für Männer und Frauen mit passenden Accessoires aus den Jahren 1845 - 1920 gezeigt.
Im Trachtenzimmer werden originale Teile einer Tracht, wie sie früher in unserem Gebiet getragen wurde, ausgestellt. Tracht als Zeichen der Zugehörigkeit zur ländlich-bäuerlichen Bevölkerung ging in unserem Gebiet sehr früh verloren. Ab 1850 waren es nur noch ältere Frauen, die die alte Fächerhaube trugen. Aus Bauern wurden Industriearbeiter. Mit Hilfe der Bergmannstrachten, bestehend aus Schachthut und Jacke, kann die wechselvolle Geschichte des heutigen Saarlandes ab 1820 erklärt werden.
Jeder Besucher bekommt eine kostenlose Führung mit viel Hintergrundwissen und amüsanten Geschichten.
In einem Museumskoffer gibt es Arbeitsmaterialien zum Bergbau. Im Arbeitsheft zum Museumskoffer ist das 1. Kapitel: „Bergmannstracht – Bergmannsuniform“ dem Leben des Bergmanns und seiner Familie gewidmet.
Das Museum präsentiert jedes Jahr eine Sonderausstellung, die am Internationalen Museumstag im Mai eröffnet wird. In diesem Jahr wurde am 15. Mai 2011 die Sonderausstellung „Bettgeflüster – Mode für die Nacht“ eröffnet.

Infos:
Museum für Mode & Tracht
Altes Amtshaus
An der Burg
66625 Nohfelden
Öffnungszeiten:
Mittwoch, Donnerstag, Freitag 14:00 – 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertags 14:00 – 17:00 Uhr
und nach persönlicher Vereinbarung
Telefon: 06852 809 154
E-Mail: info@museum-nohfelden.de
Internet: www.museum-nohfelden.de








Sparda-Bank-Stiftung ermöglicht einen interaktiven Museumsführer für das neue Albert-Weisgerber-Museum

Schüler/innen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums Sankt Ingbert haben im Rahmen eines kunstpädagogischen Projektes einen interaktiven, digitalen Museums-Führer für das neue Museum Sankt Ingbert entwickelt.
Initiiert wurde das innovative Kunst-Projekt, das Schule und Museum als Partner zusammenbringt, von der Albert-Weisgerber-Stiftung in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien in Saarbrücken.
Das Albert-Weisgerber-Museum möchte mit diesem kunstpädagogischen Projekt Kinder und Jugendliche bereits in der Planungsphase des neuen Museums aktiv in den Gestaltungsprozess mit einbeziehen.
Die Kinder und Jugendlichen wurden im Rahmen des Projektes angeregt, eigene, kreative Ideen für einen digitalen Museums-Guide zu entwickeln.
Der neue Activ-Guide soll die Kunst des Malers Albert Weisgerber, der in der ständigen Sammlung des Museums präsent ist, für Kinder und Jugendliche auf lebendige Weise erlebbar machen.
Gemeinsam mit den Klang-Künstlern Katharina Bihler und Stefan Scheib vom Liquid Penguin Ensemble wurden von den Geschichten und Textcollagen der Kinder im Tonstudio originelle Hörspiele produziert. Zudem kann man künftig mit einem Kunstquiz die Sammlung des Museums in spielerischer Form erkunden.
Im Ergebnis entsteht ein interaktiver Museums-Guide mit zielgruppenspezifischen Vermittlungsebenen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, der im künftigen Museumsbetrieb Einzelbesuchern sowie auch Gruppen zur Verfügung steht.
Finanziell gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank Südwest eG sowie der Saarland-Sporttoto GmbH und dem Ministerium für Inneres, Kultur und Europa.







„Ausgegrenzt …“
Eine Ausstellung des Intensivkurses Gesellschaftwissenschaften des Auguste-Viktoria-Gymnasiums Trier im Stadtmuseum Simeonstift Trier

10. Mai – 24. Mai 2011

Ausgrenzung und Vorurteile sind zeit- und raumgreifende Phänomene. Über Jahrhunderte haben sich in allen Gesellschaften Werte und Normen herausgebildet, die für Teile der Gemeinschaft, meistens für deren Mehrheit, gelten. Allerdings stimmen nicht immer alle mit diesen Werten überein. Einzelne Gruppierungen laufen daher Gefahr, ausgegrenzt zu werden, andere grenzen sich dagegen oft auch ganz bewusst ab.

Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung „Armut – Perspektiven in Kunst und Gesell-schaft“ im Stadtmuseum Simeonstift hat sich seit Februar dieses Jahres auch der Intensiv-kurs Gesellschaftswissenschaften des Auguste-Viktoria-Gymnasiums mit dem Thema Armut und Ausgrenzung befasst. Einmal pro Woche trafen sich die Schüler unter der Leitung von Anke Winter und Dorothée Henschel, um einzelne Themenkomplexe herauszuarbeiten, die alle in Anlehnung an die Arbeit des Sonderforschungsbereichs 600 an der Universität ent-standen sind. Die Schüler entschieden sich für folgende Schwerpunkte:

- das Protokoll der Wannseekonferenz
- das Bild der Sinti und Roma anhand des Volkslieds „Drei Zigeuner“
- die Situation der Gastarbeiter zur Zeit des Wirtschaftswunders in der BRD
- das Phänomen “Punk“
- die Fotografien des Dorffotografen Albert Theisen unter der Fragestellung „Gibt es bäuer-liche Fotografie“?
- die evangelische Armenfürsorge im 16. Jahrhundert in Wittenberg und Nassau

Zu diesen Themen haben die Schüler eigenständig recherchiert und Texte verfasst. Die hervorragend erarbeiteten Ergebnisse wurden in Form einer Plakatausstellung auf dem Kreuzgang des Stadtmuseums gezeigt.


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