Treffen "AK Schule"

am 17.3.2010, um 9.30 Uhr

in die Geschäftsstelle des Rheinland-Pfälzischen Museumsverbandes
Von-Weber-Strasse 54

Hinweis: Wir wollen als erstes erfolgreiche Kooperationsbeispiele zusammentragen,
bringt also aus der Praxis mit, was gut läuft, sich bewährt hat, und auch wo Probleme liegen.

Bitte bis 10.3. anmelden bei Sabine Geith, flosab.geith@t-online.de






Treffen des AK Museumspädagogik

26.April 2010

Dom- und Diözesanmuseum Trier, Windstr. 6 – 8, 54290 Trier

Weitere Infos folgen!







TAGUNGSBERICHT

Das Eigene und das Fremde. Museen und Integration
Jahrestagung des Bundesverbands Museumspädagogik e.V.
in Köln, 16. - 17. November 2009

Auf der diesjährigen Tagung in Köln stand das Thema Integration im Fokus. Wie Museen Personen mit Migrationshintergrund als Zielgruppe gewinnen können, kann auf mehrerlei Wegen geschehen. Migranten können inhaltlich stärker einbezogen (d.h. in Ausstellungskonzepten als Besuchergruppe mehr berücksichtigt) oder durch museumspädagogische Programme speziell angesprochen werden.
In einer ersten Vortragsrunde lieferten Experten zunächst wichtige Hinweise zur näheren Bestimmung solcher Zielgruppen; zur Sprache kamen hier u.a. eine Studie zu den Sinus-Milieus und das Kursangebot des Bundesamts für Migration. Daneben berichteten Museen über ihre Programme für Jugendliche wie Erwachsene mit Migrationshintergrund, sodass einige Impulse und Anregungen – auch für verschiedene Museumsarten – geliefert wurden.
Am ersten Nachmittag der Tagung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich in verschiedenen Foren mit unterschiedlichen Aspekten zur Vermittlung für Migranten auszutauschen und von den jeweiligen Projektleitern umfassend informiert zu werden. Dabei wurde in einigen Gruppen sehr praxisbezogen gearbeitet, in Brainstormings neue Ideen gesammelt oder es wurden tatsächliche Führungs- und Workshop-Programme durchgespielt.
Neben der obligatorischen Projektparade war die Abfolge der Vorträge an beiden Tagungstagen durch die Vorstellung unterschiedlicher Projekte, die in Zusammenarbeit mit dem Museumsdienst Köln erfolgreich durchgeführt wurden, durchsetzt. In einem Filmbeitrag wurde ein Projekt mit Schülern vorgestellt, die zu ihren unterschiedlichen Religionen recherchiert hatten und die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentierten. Hilfe beim Spracherwerb lieferte die Auseinandersetzung einer weiteren Schülergruppe mit Kunstwerken zu einem bestimmten Themenkomplex, hier beispielsweise „Essen im Restaurant“. Einige junge ausländische Frauen präsentierten schließlich in Gedichten Eindrücke und Gefühle über ihre Heimat.
Für die praktische Museumsarbeit zeigte sich an diesen Beispielen, wie vielfältig die Arbeit mit Gruppen mit Migrationshintergrund aussehen kann. Mit etwas mehr Aufwand als für die üblichen – standardisierten – museumspädagogischen Programme und die Auseinandersetzung mit den speziellen Bedürfnissen dieser Zielgruppe, lassen sich ansprechende Programme realisieren, die – so zeigen es die Beispiele des Museumsdienstes in Köln – für alle Beteiligten sehr gewinnbringend sind.

Die komplette Veranstaltung wurde dokumentiert. Diese Darstellung soll in einigen Monaten vom Museumsdienst Köln bereitgestellt werden.

Text: Nina Hahnel






TAGUNGSBERICHT

Treffen Arbeitskreis Museumspädagogik Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.
am 30. November 2009 im Pfalzmuseum für Naturkunde Bad Dürkheim


Begrüßung durch Dr. Flößer, Gastgeber, der auf folgende Aspekte hinwies

Durch den Umbau des Pfalzmuseums gab es neue Entwicklungen, z. B. Neukonzeption der Dauerausstellung und neue pädagogische Programme, z. B. Forschungs- und Experimentierwerkstatt und MuseumskisteEine feste Stelle für Museumspädagogik wurde eingerichtet


Begrüßung durch Frau Geith, AK Museumspädagogik

Feststellung, dass nur sehr wenige Teilnehmer zum Treffen gekommen sind, bedingt durch Erkrankungen und die Tatsache, dass keine schriftliche Einladung versendet wurde.


Vorstellung Stand der Dinge „Museum und Schule“, Zwischenbilanz in RLP und im Saarland durch Frau Scheeder, Museumsverband Rheinland-Pfalz

Einleitender Hinweis darauf, dass die Rückmeldung sehr gering warSiehe zusammenfassende Präsentation von Frau Scheeder im Anhang (diese bitte anfordern, habe selbst um Zusendung gebeten, diese aber noch nicht erhalten)
Fazit: Das Arbeitfeld kann dadurch nicht angemessen positioniert werden, ein solch geringer Rücklauf ist eine schlechte Basis für eine Argumentation der Museumsverbände im Gespräch mit dem Ministerium
Info: Zahl der abgeordneten Lehrerstellen für Museumspädagogik in RLP wurde von 8 auf 10 aufgestockt


Anschließende Diskussion

Positiv beurteilt werden ganztätige Ferienangebote und Kooperationen mit SportvereinenMotivation der Eltern wurde kontrovers beurteilt: „Abstellen“ der Kinder oder „sinnvolles Lernangebot“ bzw. Fragestellung, ob „Abstellen“ im Endeffekt negativ zur beurteilen istHinweis auf spezielles Profil und Angebote der Ganztagsschulen, Profil der angedachten Angebote entspricht oft nicht dem Profil der Schüler und muss entsprechend angepasst werden („Bildungsbürgertum bricht weg“)Hinweis von Teilnehmerinnen auf Worms – dort gibt es Angebote für „durchschnittliche“ Schüler und „hochbegabte“ Schüler, Einrichtung eines eigenes Museumsdienstes zur Organisation und Koordination solcher Angebote ist für 2010 geplantIdee der Gründung eines internen Arbeitskreises, um Konzepte und Angebote zu entwickeln – Interesse geäußert haben: Frau Standke/Worms, Frau Ebers/Bad Sobernheim, Frau Wolf/Bad Dürkheim möchte nachdenken, Herr Groß-Morgen/Vertretung der Trierer MuseenIdee von Frau Scheeder: Gutscheine für Kinder von Hartz-4-Empfängern – freier Eintritt für museumspädagogische Angebote.


Hinweis auf Thema „Website des AK Museumspädagogik“ durch Frau Geith

Bitte an Teilnehmer/innen, vierteljährlich Projekte vorzustellen, damit diese (mit Text und Bild) auf der Website präsentiert werden könnenVorstellung von Erfahrungsberichten auf dem AK „Schule und Museum“


Vorstellung des Konzepts der „Mobilen Museumskisten“ des Pfalzmuseums für Naturkunde und ihr Einsatz an den Schulen durch Frau Wolf und Herrn Bernd

Ursprung des Projekts: Verbindung von Naturwissenschaft und Sozialpädagogik, Gedanke „Museum geht nach außen und ist mobil“, früheres Projekt „Museumsbus“, früheres Projekt „Forschungswerkstatt“ – außerdem standen Fördermittel zum Thema „Biodiversität“ zur VerfügungDas Erreichen der Zielgruppen war sehr schwierig und erfolgte über Emails, Mundpropaganda, Infostand mit Vorstellung der KistenPräsentation bisher entwickelter Museumskisten: „Lebensraum/Artenvielfalt“ Wald/Wiese/Gewässer, „Spezialthema“ Bionik/Lebensräume usw. Kisten werden in den Schulen vor Ort bzw. in der Natur angewendet, Anwendungsdauer ist unterschiedlich, Einzelaspekte sind z. B.: Freilandarbeit, Vorbildcharakter des Projektleiters, welche Tiere sind harmlos/gefährlich, Umgang mit und Einsammeln von Tieren, Arbeiten im Team, Bestimmen von Tieren und Pflanzen, Dokumentationen usw.; Hilfsmittel sind u. a.: Handreichungen und Arbeitsblätter für Lehrer, Protokollbögen für SchülerEntdeckung und Förderung individueller Kompetenzen der Schüler (Sprache, Bewegung, Technik usw.), Projekte sind nicht bewusst zielorientiert, sondern Ergebnisse sind offen Ausleihe pro Kiste und pro Schulklasse beträgt 50,00 Euro, Honorar und Fahrtkosten werden von der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) übernommenIdee: regionale Streuung des Kisten-Projekts durch Regionalreferenten: Gewinnung neuer Kunden, Entwicklung neuer ThemenIdee: Museumsbus, der vierteljährlich mit verschiedenen Themen unterwegs ist, Flyer mit Jahresprogramm (Voraussetzung: Gespräche mit dem Ministerium, Sponsorenmittel)


Abschlussinformationen/Verschiedenes/Ausblick von Frau Geith mit Abschlussdiskussion

Mitgliederliste wird aktualisiert, momentan 50 Mitglieder, Aufteilung RLP-Saarland geplantDas nächste Treffen für den AK Museum und Schule ist für Ende Januar/Anfang Februar 2010 geplantDer AK Website setzt sich auf folgenden Mitgliedern zusammen: H. Bosslet, Frau Geith, Herr KnappTagungsbericht des BVMP – ist entfallenHinweis auf 1-jähriges Fortbildungsprojekt „Die Sprache der Dinge“ (Zertifikatskurs zur Einführung in die Museumspädagogik), Infos unter: http://freenet-homepage.de/afeb/Sprache.html

Termin für die Frühjahrstagung 2010 des AK: diskutiert wurde April/Mai 2010, Dom- und Diösezenmuseum Trier – dem Rundbrief des MV RLP konnte ich folgenden Termin entnehmen: Dienstag, 23. März 2010.Abschließender Rundgang durch die aktuelle und kommende Sonderausstellung des Pfalzmuseums für Naturkunde